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Konzertfotografie – Konzertberichte – Rezensionen

Rezension „Eisbrecher – Die Hölle muss warten“

Länger als gedacht, hat man auf das neue Werk von Alexx und Noel Pix warten müssen – aber das Warten hat sich gelohnt. Schon das erste Stück „Tanz mit mir“ prescht ordentlich los und macht Lust auf das restliche Album. Tanzbar, eingängig – und doch irgendwie anders. Mit „Augen unter Null“ und dem titelgebenden Song „Die Hölle muss warten“ geht es stark und doch melodiös weiter. Zu „Verrückt“ muss man glaub kaum mehr was sagen – schließlich überzeugt das Lied schon seit ein paar Wochen in diversen Medien. Bei „Herz aus Eis“ wird der Sound etwas dreckiger – und kippt dann im Refrain doch wieder in den imposanten, klaren Eisbrecher-Stil.„Prototyp“ legt etwas an Tempo zu – und ist einer meiner Lieblingssongs auf dem Album. Auch wenn das Thema nicht neu ist, ist es doch klasse umgesetzt. Mit „Ein Leben lang unsterblich“kommt wieder ein etwas ruhigeres, sanfteres Lied. Sehr rund und wohl klingend. Bei „Abgrund“,„In meinem Raum“ und „Keine Liebe“ sind wir im ruhigeren, nachdenklichen Bereich angekommen. Ob es Balladen sind, wage ich zu bezweifeln. Sicher bin ich mir aber, dass „Exzess Express“ keine Ballade ist. Hier fliegt einem Tempo, Kraft und Aggressivität um die Ohren, dass es nur so Kracht. Auch der Text ist wohl alles andere als Charts tauglich. Live aber sicher ein Renner. Mit „Rette Mich“ kommt dann doch noch eine waschechte Ballade. Ruhig. Charmant. Imposant – mir schon fast ein Tick zu umgänglich. Auch das letzte Stück – „Atem“ – beginnt gediegen, steigert sich aber im Verlauf immer wieder. Ein sehr schöner Abschluss für das neue Werk.

Fazit:
Alles in allem ein tolles Album, was schon nach dem ersten Hören gefällt – Lieder die Rocken. Härte. Witz. Ruhigeres – alles gut gemischt. Deutlich erwachsener, voller als andere Neuerscheinungen der letzten Wochen in diesem Genre definitiv mein neues Lieblingsalbum. Für NDHler eine absolute Empfehlung – für Eisbrecher-Fans ein Muss.