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Rezension „The Rasmus – The Rasmus“

Was habe ich erwartet – was habe ich gehört – beim ersten Mal hat das irgendwie so gar nicht gepasst… Ich hatte Rockiges, Dunkles erwartet – und war beim ersten Hören fast schon enttäuscht, wie poppig das neue Album doch geworden ist. Allerdings geht es mir nicht selten so, dass Erwartung und Realität nicht übereinstimmen, wäre ja auch langweilig sonst. Mit ein wenig Abstand und mehreren Durchläufen gefällt mir das Album eigentlich sogar außerordentlich gut. Man merkt, dass viel Arbeit – musikalisch wie textlich – im Album stecken. Die Jungs um Lauri haben sich ordentlich Gedanken gemacht, was auf’s Album soll und haben eine gute Mischung aus Rock und Pop gefunden – eingängig, melodiös – und hin und wieder doch auch recht rockig.

Den Anfang macht „Stranger“ – als erstes Lied des Albums fängt es sehr ruhig an, baut aber merklich auf und geht mit einem guten Schuss Rock im Refrain ins Ohr. „I’m A Mess“ gefällt mir persönlich nicht so sehr – irgend etwas fehlt für mich, was kann ich aber nicht wirklich fest machen. Schade. Dafür kommt mit „It’s Your Night“ ein sehr schönes Stück – sowohl was den Text angeht, Trost und aufbauende Worte, als auch in Verbindung mit einer Melodie die hängen bleibt. Mit „Save Me Once Again“ rutscht das Album in melancholische Gebiete ab. Für meinen Geschmack hätte das Lied etwas düsterer daher kommen können – ist aber auch in seiner endgültigen Version nicht zu verachten. Mit „Someone’s Gonna Light You Up“ kommt ein Stück, wie ich mir The Rasmus wünsche. Kraftvoll und Düster. Dieses Stück wird live garantiert zünden, absolut Mitsing-geeignet. Sehr gute Gitarrenparts – Einfach gut. „End Of The Story“ ist wieder ein eher gediegenes Liebeslied. Noch zu unruhig für eine echte Ballade, aber nicht zu verachten. Mit „You Don’t See Me“ folgt ein weiteres – anfangs sehr poppig Stück, was aber durchaus seine Qualitäten als Mitsing- und Ohrwurmlied hat. „Somewhere“ ist eine ruhige, schöne Ballade. Liebe, Herzschmerz und Feuerzeug-Schwenk-Stimmung inklusive und perfekt zum Kuscheln vor dem Lagerfeuer einer finnischen Blockhütte. Mit „Friends Don’t Do Like That“ nimmt das Album noch mal Fahrt auf. Ruhige Passagen gemischt mit härteren Parts machen das Lied zu einem meiner Favoriten. Getopt wird es in meinem Ohren aber vom letzten Stück: „Sky“ – eigentlich gar nicht so mein Stil, zu lieb, zu poppig, gefällt mir dieses Lied außerordentlich gut. Gesang. Text. Melodie. Stimmig und Schön. Schade, dass jetzt nicht noch ein paar Lieder in diesem Stil kommen können.

Alles in allem ist „The Rasmus“ ein Album was man problemlos von Anfang bis Ende durchhören kann. Etwas ruhiger als erwartet, aber eingängig und durchgehend stimmig. Sowohl für alte Fans geeignet, aber auch für Neueinsteiger ein Album, welches niemanden vergraulen wird.

Tracklist:
01. Stranger
02. I’m a mess
03. It’s your night
04. Save me once again
05. Someone’s gonna light you up
06. End of the story
07. You don’t see me
08. Somewhere
09. Friends don’t do like that
10. Sky