dark-pictures.org

Konzertfotografie – Konzertberichte – Rezensionen

Mumpitz / Coppillus Linfluenzia Sissylys

Die Coppillus Linfluenzia Sissylys, auch Coppelianische Grippe genannt, ist eine durch den Coppillus-Bastillus hervorgerufene Infektionskrankheit beim musikalisch interessierten Menschen.
Die Coppillus-Bastillen sind hoch infektiös und haben eine langanhaltende Lebensdauer von geschätzt zweihundert Jahren. Nach Schätzungen werden bis zu 99% der ihnen direkt ausgesetzten Menschen unmittelbar infiziert. Die Inkubationszeit beträgt wenige Sekunden, meist vom Intro des erstgehörten Liedes bis zur Mitte der ersten Strophe. Während der gesamten Erkrankungsdauer ist mit der Sekundär-Infektion von Freunden und Bekannten zu rechnen.
Der Bastillus dringt durch die Ohren ins Gehirn, infiziert sofort Herz und Verstand und beeinflusst Sprech-, Sing- und Verhaltensweisen der Erkrankten.
Der Bastillus ist unempfindlich gegen Ohrenstöpsel, Raubkopien und bleibt auch bei längerer Ruhepause hoch infektiös. Wer einmal an der Coppelianischen Grippe litt, erleidet bei erneutem Hören unmittelbare Rückschläge.
Die Betroffenen leiden an verschiedenartigen Symptomen, am deutlichsten zu erkennen ist das zwanghafte Tragen hoher steifer Herrenhüte zylindrischer Form. Des weiteren verfallen die Erkrankten in fanatische Raserei, sobald sich weitere zylindrische Hüte in Reichweite befinden oder coppelianische Klänge ertönen. Ausgeprägtes Kopfschütteln, Comtetatöse Zustände sowie unartikulierte Tonabsonderungen gehören ebenfalls zu den häufigsten Symptomen. Erreicht die Copp. Grippe ihren Höhepunkt sowie bei besonders schweren Fällen ist mit einer erhöhten Wanderlust der Patienten zu rechnen, die sie unweigerlich in die Aufspielorte des Infektionsherdes des Coppillus-Bastillus führen. Nach einem erneuten Aussetzen einer großen Dosis des C.-Bastillus ist mit einer max. Coppellarthritis (Schmerzen im Nacken- und Fußbereich) zu rechnen, bei vielen Erkrankten auch mit mittelschweren bis dramatischen Melancholie-Schüben, dem sog. „Konzert-Blues“. Zu lindern sind diese Symptome lediglich durch den offiziellen Impfstoff, eine abgeschwächte Form des C.-Bastillus. Zu finden ist dieser auf verschiedenen flach gepressten Tonträgern, und ist am besten unmittelbar nach den ersten Entzugserscheinungen durch einen ausgebildeten Nobusamariter zuzuführen.
Die Coppelianische Grippe ist unheilbar, jedoch durch Zuführen des Impfstoffes behandelbar und aufgrund der steigenden Fälle von Erkrankungen (laut WHO besteht eine verminderte Ansteckungsgefahr lediglich für Gehörlose) ist in näherer Zukunft mit einer Impfstoff-Übernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen zu rechnen. Das Einreichen von Tonträger-Rechnungen mit Hinweis auf die obenstehende Erkrankung ist allerdings bis dato nicht erfolgreich.

Mumpitz by K. von Koriolis