dark-pictures.org

Konzertfotografie – Konzertberichte – Rezensionen

Glühmet-Festival 2016

Bericht Glühmet – 29.12.2016 – Nürnberg

Das Glühmet-Festival des Jahres 2016 war erneut restlos ausverkauft. Neben Bier und diversen Soft-, sowie Londrinks wurden Gewürzwein, Met und andere Finessen angeboten. Ein Schmied war ebenfalls im Innenhof des Hirsch zu finden.

 

Bergtatt

Das Glühmet-Festival 2016 startete mit der 5 köpfigen norwegischen Band „Bergtatt.“ Die Truppe besteht aus 4 Herren an Schlagzeug, E-Gitarre, Drehleier und Bass und einer Sängerin. Sie starteten mit einem kräftigen, rhythmisch anspruchsvollen, mystischen Lied, welches durch den Einsatz von Stroboskopen stark untermalt wurde und die Dynamik des Liedes weiter anfachte. Nach einer Begrüßung, in welcher sich die Band vorstellte, ertönte die Rabenballade in einer Taktart, die sehr speziell klang. Hat man die Schläge pro Takt ausgezählt, so kommt man auf einen Wechsel zwischen 2/4 und 4/4 Takt.

Neben weiteren kraftvollen und mystischen Stücken hörte man die ein oder andere Ballade, mit der Bergtatt das Publikum verzauberte. Eine rockige Interpretation der „Varulfen“ vermochte man ebenfalls zu hören, welche bei den Besuchern sehr gut ankam. Bergtatt spielte sich immer wärmer und holte das Publikum vollkommen ab, nicht umsonst wurde um eine Zugabe gebeten, welche aufgrund der knappen Zeit und der Running-Order nicht gegeben werden konnte.

 

Bergtatt war ein gelungener Opener des Glühmet-Festivals und hat das Publikum schnell erobert und abgeholt und mit seiner rockigen Art den Weg bereitet für die nachfolgende Band –Nachtgeschrei –

 

Nachtgeschrei

Mit „Kerberos“ als episches Intro startete Nachtgeschrei und betrat die Bühne selbstbewusst, wobei man von Beginn an merkte, dass die Frankfurter Truppe ihre Energie an das Publikum weitergeben wollen. Es folgte „Eden“ als mehr oder minder ruhiger Start in das Set von Nachtgeschrei, wobei die Anwesenden sofort Feuer und Flamme sind für Nachtgschrei und mit der Musik mitgehen. Die beiden ersten Lieder waren aus dem Album „Staub und Schatten“. Nun geht es in der Zeit zurück und mit „Sirene“ aus dem Album „Aus schwärzester Nacht“ beginnen die Musiker auf der Bühne und das Publikum mit Headbangen und man sieht nur noch Haare fliegen. Das Glühmet-Festival war für 2016 das letzte Konzert von Nachtgeschrei. Zurück zu „Staub und Schatten“. Mit „Wilde Jagd“ wird nun das Publikum eingebunden und zum Mitsingen animiert. Martin beginnt den Refrain: „Schwarz wie Asche“ und das Publikum antwortet „Schwarz wie Kohle“ und im Chor ging es weiter. Nun folgt „Das Nichts“ und nun kommt Bewegung in die Besucher, denn so langsam lösten sich die Ersten vom Boden und nach und nach Begann alles vor der Bühne „ins Nichts zu springen“.

Als Nürnbergerin richtet nun Laui das Wort an die Anwesenden und will den restlichen zeigen, wie die Franke und von weiter angereiste feiern können. Weiterhin gab sie bekannt, dass im März das neue Album „Tiefenrausch“ veröffentlicht werden soll. Weiter ging es mit „Aus dem Licht“, „Monster“ und „Meister“, wobei sich das Publikum immer mehr bewegte und nahezu nicht mehr stillzustehen schien. Mit einem Dank an, an den Veranstalter begannen die letzten beiden Lieder. Bevor es dazu kam, wurde es laut unter den Anwesenden und es wurde ein „Ausziehn! Ausziehn! Ausziehn!“ gefordert. Dem konnte natürlich keiner entsprechen, dennoch ließ Martin verlauten, dass sich sicher an diesem Abend noch Jemand ausziehen wird – ja es ist passiert und es ist NICHT bei Feuerschwanz passiert, aber später mehr dazu –

„Windstill“ ertönte und auch hier konnte man das Publikum klar singen hören. Es sind zwei Soli vorhanden, einerseits von Laui auf der Drehleier, die vom Publikum erstklassig unterstützt wird und andererseits das Dudelsacksolo von Nick, der nicht minder bejubelt wurde. Vom windstillen Ort ausgehend, soll diese Nacht ewig währen. „Schlaflos“ soll es in die Nacht gehen und bei diesem eher episch und ruhig anmutenden Titel erhob das Publikum die Hände zu einem Meer und anhand der Gesichter und der geschlossenen Augen konnte man erkennen, wie das Lied in Jeden einzelnen aufgesogen wird, denn keiner der Anwesenden „will [..], dass es enden muss!“

 

Mit Nachtgeschrei wurde das Publikum herausgefordert mitzumachen, die Stimmung gelockert und das Publikum animiert mitzuziehen. Dies ist der Frankfurter Truppe hervorragend gelungen. Ein erfolgreicher Auftakt um als nächstes den Gastgeber auf der Bühne zu begrüßen. – Feuerschwanz –

 

Feuerschwanz

Wer Feuerschwanz kennt, der weiß, dass kein Stein auf dem Trockenen bleibt, der weiß, dass es ums Trinken, Frauen und Feiern geht. Auch diesmal wurde wieder kein Blatt vor den Mund genommen und mit dem anklingenden Intro konnte es keiner mehr erwarten. Eine in türkis getauchte Bühne und eine Mietze mit einem Schild mit der Aufschrift „Sex is Muss“ eröffneten das Konzert von Feuerschwanz.

 

„Sex is Muss“ erklingt als erstes Lied und passend zum Titel des letzten Albums startet die Erlanger Truppe. Das Publikum brüllt und feiert die Spielleute von Feuerschwanz. Was einem direkt ins Auge fällt, wenn auch in blauer Farbe ist der Gips von Johanna. Dieser ist ein Pferd auf die Fingergelenke getreten und hat enormen Schaden angerichtet. An dieser Stelle Hut ab, denn ein 100-minütiges Konzert mit dieser Bogenhaltung zu spielen, verdient viel Übung und Erfahrung. An dieser Stelle, gute Besserung vom Team von Dark-Pictures. Nachdem der Moral mit „Moralisch“ abgesagt wurde, verblieb nur noch eine „Blöde Frage“, die natürlich mit dem Wort „Saufgelage“ vom Auditorium beantwortet wurde. Es hat keine 2 Lieder gedauert und es wird im Publikum gehüpft, während auf der Bühne die mehr oder weniger zweideutigen verbalen Anspielungen in Gesten umgewandelt werden. Weiter ging es mit dem „Ringelpietz“ und während Hauptmann und Hodi hintereinander stehend sich Vergnügen, wird im Publikum ein kleiner „Circle Pit“ gestartet.

Nun folgt das Erste Highlight des Abends mit „Wir lieben Dudelsack“ werden Alea und Elsi von Saltatio Mortis auf die Bühne gebeten, welche dem Lied enormen Nachdruck verleihen. Dies kommt auch im Publikum an und jeder vor der Bühne bis zum letzten freien Platz singt und tanzt mit. Bevor es nun zu einem Lied für Männer kommt, wird eine junge Dame auf die Bühne gerufen und von einer Mietze hinter die Bühne begleitet. Es folgt „Wollt ein Bauer“ und hier kann man die erste Reihe voller Ekstase singen sehen und Jene, die den Text nicht kennen, hängen an den Lippen des Hauptmannes. Dieser verschwindet am Ende des Liedes hinter der Bühne, während Hodi ein „Sexperiment“ vorstellt. Er begrüßt „Bad Taste“ jene Dame auf der Bühne, die hinter die Bühne gebeten wurde. Sie trug ein nicht unauffälliges rotes Hauptmannsgewand mit Kopfbedeckung und allem, was dazu gehört. Mit nur drei Tönen, wusste sofort ein Jeder, um welches Lied es sich handelte und als Hauptmann Feuerschwanz mit blonder Perücke und Tütü hereinschwebte, war das Publikum nur noch am Lachen –„Wunsch ist Wunsch“-

Das Publikum wurde nun angehalten einen „Lindwurm“ zu bilden und es erfreuten sich die, die im hinteren Bereich standen, denn durch die Polonaise könnte man weiter in Richtung Bühne durchrutschen. Diese zog sich angeführt von einem Narr zu „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ komplett durch den Hirsch. Nachdem die Narrenkappe zurückgegeben wurde, änderte sich das Licht zu dunkelblau und es wurden die wahren, inneren Gefühle geweckt. Feuerzeuge mit kleinen Flämmchen erstrahlten zum „Nachtlied“ und wurden sinnlich im Rhythmus hin- und her geschwenkt.

Johanna wechselte ihr Instrument und aus Violine wird nun Drehleier. Das Licht der Bühne wechselt zu tiefrot und die „Hexenjagd“ beginnt. Während sich das Publikum bewegt und singt ist der erste Crowdsurfer zu sehen. Nachdem die Hexe gejagt wurde, wird sie an den Pranger der „Ketzerei“ gekettet. Hierbei ist die Mietze an eine Türrahmen ähnliche Konstruktion mit den Händen gebunden und bewegt sich wie eine wild gewordene Hexe zum Lied.

Beim Standardgetränk der Band ist sich jeder einig, Met! Dieser wird natürlich von der Band neben Wasser und diversen alkoholischen Erfrischung konsumiert und vom Hirsch an alle Festivalgänger veräußert. Da der Hirsch gut vorbereitet ist und jenes Getränk vorrätig hat, handelt es sich bei „Metnotstand im Märchenland“ um einen Protestsong und man hört, dass die ersten Menschen im Auditorium, wenn man sich mit ihnen unterhält keine Stimme mehr haben.

Der Hirsch ist zum dritten Mal ausverkauft und es sollten somit 730 Karten verkauft worden sein. Ein wirklich voller Hirsch und eine Herausforderung durch Feuerschwanz führte nun zu mehr und mehr Gedränge, denn mit „Seemannsliebe“ wurde gebeten ein „Ruderboot“ zu imitieren und während sich das Publikum teilte und inmitten so viele Menschen Platz nahmen, dass die Länge des Bootes von der Bühne bis zum Tontechniker reichte, wurde es ringsum immer enger. Mietze, Hauptmann und Johanna wurden von Hodi streng demokratisch als Kapitäne bestimmt und erhielten eine Kapitänsmütze. Während des Liedes wurde im restlichen Publikum geschunkelt und ebenso auf der Bühne.

Doch dann geschah es!

Ein weißer, durchaus nicht unerotischer BH wurde auf die Bühne geworfen. Dieser wurde nun demjenigen zuteil, welcher als letztes im geilen Haufen des Hauptmannes aufgenommen wurde. Der Taugenix wurde mit dem wundervollen Stück weißen Stoffes ausgestattet und man kann es leugnen oder nicht. Es stand ihm. „Doch nun ist es so, dass jedem Musiker ein Lied bei Feuerschwanz gewidmet wird. Leider sind die Musiker nun aus und wir widmen das folgende Lied unserem Bassisten. Felix!“ Mit „Taugenix“ wurde das Publikum aus seinem Gelächter geholt und erneut wurde wie aus einem Mund gesungen.

Ein weiteres Highlight des Abends war nun der Hauptmann daselbst, der auf der dunklen Bühne in einer rot-gelb leuchtenden Rüstung erschien und für das Auge und die Fotografen ein wahrer „Schmaus“ war. Nun begann das vorletzte Lied und mit dem Einsatz zu „Krieger des Met“ erstrahlte die Rüstung in weiß und das Auditorium wurde ein letztes Mal angeheizt mit dem „Krieger des Mets“ und dem Schlachtruf „MET!, MET!“ Der frenetische und andauernde Applaus gepaart mit Zugaberufen zeigt erneut, dass Feuerschwanz jeden Einzelnen abholen und begeistern kann.

Nach kurzer Zeit kam die Band erneut auf die Bühne und gab dem Publikum nach, doch bevor es zu den Zugaben kommt wurde verkündet, dass das nächste Glühmet-Festival am Freitag, den 05.01.2018 stattfinden wird und als Bands sind dabei Faey,  Kilkenny Knights, Winterstorm und natürlich der Gastgeber Feuerschwanz. Mit „Metvernichter“ wurde an den „Krieger des Mets“ angeschlossen. Im Anschluss wurde „Zuckerbrot und Peitsche“ gespielt und natürlich war das Publikum keine Sekunde abgekühlt in der kurzen Zeit, in der sich die Formation hinter die Bühne begeben hatte. Ein solcher Abend niemals enden und wie kann dies besser gefeiert werden, wie mit dem „Niemals endende[n] Gelage[?]“ Hodi und der Hauptmann kamen bei diesem Lied dem Publikum sehr nahe, indem sich Beide  auf die Wellenbrecher gestellt und das Publikum abwechselnd richtig angeheizt haben. Die letzten Worte waren ein großer Dank an Johanna, die wie eingangs erwähnt ein komplettes Konzert an Violine und Drehleier trotz kaputter Hand gespielt hat.

 

Fazit: Das Konzert von Feuerschwanz war erneut ein Apell an die inneren Triebe des Zuhörers. Man soll das Leben genießen in jeder Form, die erwünscht ist. Sei es indem man bis in den Morgengrauen feiert, alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die sinnlichste Lust genießt, die zwei Menschen einander bieten können. Mit Charme, Witz und Humor hat die Erlanger Truppe es geschafft das Publikum binnen wenigen Akkorden abzuholen, mitzunehmen und am Ende wieder abzuliefern. Ein gelungener Abend bisher doch nun geht es weiter mit Fuchsteufelswild und dem Verprechen, dass sich am späteren Abend doch jemand ausziehen wird!


 

Fuchsteufelswild

Kommen wir nun zu Fuchsteufelswild und dem Versprechen, welches Martin von Nachtgeschrei den Anwesenden gab. Die siebenköpfige Truppe aus Regensburg bildete den Abschluss dieses feierwütigen Abends. Doch bevor die „Füchse“ begannen war im Hof des Hirsch eine sehr schöne  Feuershow zu sehen. Hierbei wurden Pois und Stäbe, Fackeln und so mancher Fächer brennend in die Luft geworfen. Nach einer ca. 30 minütigen Feuershow wurde es im Hirsch wieder musikalisch.

Fuchsteufelswild starteten etwa 15 Minuten vor der Geisterstunde mit „Drosselbarts Tanz“, einem mittelalterlich folkigen Lied in ruhigerem Tempo. Da der Hirsch zu der Zeit noch nicht wieder gefüllt war, war dies ein sehr gutes Lied um die Leute wieder herein zu locken und die Reihen vor der Bühne zu füllen. Dies gelang den Füchsen sehr schnell. Mit einer Interpretation von Brentanos „Lore Lay“ in Form des Liedes „Zauberkreis“  ging es weiter und Ella und Basti sangen ein Duett, welchem es an Intensität und musikalischer Aussagekraft an nichts fehlt und dies zeigt sich auch am Publikum, denn vor dem Lied war der Veranstaltungssaal bis zu einem Drittel gefüllt und während des Liedes strömten die Leute herein, sodass der freie Platz stark begrenzt wurde. Während das Lied durch das Schlagzeug mit rockigen Rhythmen gefüllt wird, kann man auf der Bühne Western- und Konzertgitarre, Violine, Dudelsack und Flöte hören. Folk-Rock aus Regensburg. Bei „Ehrenhandel“ ist zwischen den Strophen und im Refrain ein spielerisches Duett aus Altflöte und Violine zu hören und erweitert somit das musikalische Volumen. ‚Das Bildnis des „Dorian Gray“‘ beschreibt den einzigen Roman von Oscar Wild. Dieses Lied ist nun ein wenig ruhiger und fühlt sich musikalisch mittelalterlicher bzw. historischer an. Doch kommen wir nun zu dem Versprechen, welches weitaus eher gegeben wurde, kommen wir von Gray-grey-grau nach schwarz. Es kommt wie es an einem solchen Abend kommen muss. Auf der Bühne beginnt sich Basti zu entkleiden. Abstreifend wird der Ledergurt abgelegt, wallend lässt er nun den ledernen Wappenrock in die Hände einer jungen Dame fallen und…

Präsentiert ein neues „Herrenprodukt“! Das Muscle-Shirt von Nachtgeschrei und wer darf in einem solchen Moment nicht fehlen? Natürlich einer der Musiker von Nachtgeschrei und hier wird Laui auf die Bühne gebeten, welche die Füchse mit ihrer Drehleier zu „Feuer“ unterstützt. Ein feurig brennender Rhythmus erklingt und in den Augen des Publikums sieht man das Feuer aufflackern. „Sieben Kugeln“ wird gespielt und Ella singt mit sanfter dynamischer Stimme und wirft ein durchaus gehässiges Lachen an den entsprechenden Stellen im Text ein. Während Basti nun „Dein letzter Tanz“ a capella ansingt, vergnügen sich Schlagzeuger und Bassist damit, dass Sie das Crash-Becken, welches Löcher hat, drehen und versuchen mit dem Finger das Loch zu treffen um die Drehung zu beenden. Dieses Schauspiel hat durchaus Unterhaltungswert. Das Publikum ist mittlerweile der Musik erlegen, springt und tanzt zusammen mit den Füchsen zum Lied. Nachdem Laui als Gastmusikerin auf der Bühne war, wird nun Hodi auf die Bühne gebeten. Er singt mit Basti zu „Wie der Wind.“ Hierbei zeigt sich, dass die warme Stimme von Hodi und die im Vergleich aggressivere Stimme von Basti sehr angenehm harmonieren und sich im Volumen um ein Vielfaches erweitern. Dies zeigt sich natürlich in der Begeisterung des Publikums. Doch ein Highlight jagt das Nächste, denn Alea und Elsi kommen auf die Bühne. Zu „Carpe Diem“, spielt Elsi Dudelsack und Alea singt im Duett mit Basti. Hierbei ist es interessant, wie sich die beiden Stimmen ergänzen. Im Vergleich zu Basti singt Alea wesentlich attackierender und herausfordernder. Alea bedankt sich für den Einsatz und er freut sich, dass Basti mit seiner Truppe  nunmehr solche Erfolge feiern kann. Mit „Eisenhans“ folgt nun ein eher ruhigeres Lied. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ist dies das vorletzte Lied für diesen Abend. Ellas weiche und ruhige Stimme steht im Kontrast zu Bastis rauerer Stimme, doch beide passen sehr gut zusammen. Als interessante Instrumentierung folgt eine Tuba, welche den Hirsch aufgrund der tiefen Frequenzen und der Lautstärke sprichwörtlich erbeben lässt. Der Abschluss des Abends und musikalischer Ausklang ist „Venuskind“. Ein zackig, rhythmisches Stück mit Flöte, Tuba, Dudelsack, Violine, Western- und Konzertgitarre. Dieses Stück bildet einen runden Abschluss und die Füchse werden gefeiert. Doch leider dürfen sie aufgrund der Zeit keine Zugabe mehr spielen.

 

Fuchsteufelswild waren ein sehr schöner Abschluss des Glühmet-Festivals 2016. Mit ihrem Folk-Rock haben sie sehr schön in das Gesamtkonzept des eher rockigen Abends gepasst. Angenehm ist ebenfalls, dass es eine Band mit so vielen Kontakten zur Folk/Mittelalter Szene gibt, die so viele Gastmusiker motivieren kann an so einem Abend die Musik der Füchse zu bereichern.